Arbeitsschutz nicht erst nach Umsetzung einer Änderung überprüfen
Neue Maschinen, veränderte Arbeitsabläufe, Umbauten, andere Arbeitsstoffe oder organisatorische Anpassungen können bestehende Gefährdungen verändern und neue Risiken erzeugen. In der Praxis erfährt die Arbeitsschutzorganisation davon jedoch häufig erst nach der Umsetzung. FM-Connect.com entwickelt deshalb einen Management-of-Change-Prozess, der sicherheitsrelevante Änderungen früh identifiziert. Arbeitsschutz wird damit Bestandteil der Planungs- und Freigabephase und nicht lediglich nachgelagerte Kontrolle eines bereits umgesetzten neuen Zustands.
Arbeitsschutz bei Änderungen systematisch integrieren
Änderungen gezielt auf Sicherheit und Gesundheit prüfen
Nicht jede Veränderung benötigt eine umfangreiche Neubewertung. Entscheidend ist, ob sie Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Qualifikationen oder Arbeitsbedingungen beeinflusst. FM-Connect.com verwendet abgestufte Prüfkriterien, um relevante Änderungen schnell von unkritischen Anpassungen zu unterscheiden. Bei sicherheitsrelevanten Veränderungen werden Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Prüfanforderungen und Unterweisungen überprüft. Dadurch bleibt der Prozess schlank und gleichzeitig wird verhindert, dass wesentliche Folgen einer Änderung unbeachtet bleiben.
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| neue Maschine | neue Gefährdungen | GBU aktualisieren |
| Umbau | geänderte Verkehrswege | Arbeitsplatzprüfung |
| neuer Stoff | Exposition | Gefahrstoffbewertung |
| Prozessänderung | andere Tätigkeit | Schutzmaßnahmen prüfen |
| Organisation | neue Verantwortung | Pflichten anpassen |
| Arbeitszeit | Belastungsveränderung | gesundheitliche Bewertung |
Projekt, FM, Arbeitsschutz und Nutzer vor Umsetzung zusammenführen
Sicherheitsrelevante Veränderungen betreffen häufig mehrere Organisationseinheiten. Projektverantwortliche kennen die geplante technische Lösung, Nutzer die tatsächlichen Arbeitsabläufe und Arbeitsschutzfachleute die erforderlichen Schutzprinzipien. FM-Connect.com definiert, wann diese Beteiligten einzubeziehen sind und wer die abschließende Freigabe koordiniert. Dadurch werden Anforderungen möglichst früh berücksichtigt. Späte Nachrüstungen oder nachträgliche organisatorische Sonderregelungen können reduziert werden, weil Arbeitsschutz bereits Teil der Lösungsentwicklung ist.
Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsunterlagen an den neuen Zustand anpassen
Eine Änderung gilt arbeitsschutzseitig erst dann als abgeschlossen, wenn die betriebliche Dokumentation den neuen Zustand widerspiegelt. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Prüfpläne, Qualifikationsanforderungen und gegebenenfalls Notfallinformationen müssen aktualisiert werden. FM-Connect.com verbindet deshalb technische Änderungsfreigabe und Dokumentationsprozess. Dadurch entsteht keine wachsende Differenz zwischen tatsächlichem Betrieb und den formal gültigen Arbeitsschutzunterlagen. Beschäftigte und Führungskräfte können weiterhin auf verlässliche Vorgaben zurückgreifen.
Neue Arbeitsbedingungen nach Einführung gezielt überprüfen
Auch sorgfältige Planung kann nicht alle Auswirkungen einer Veränderung vorhersehen. Nach Inbetriebnahme oder Einführung wird deshalb überprüft, ob die vorgesehenen Schutzmaßnahmen praktisch funktionieren. Rückmeldungen von Beschäftigten und erste Betriebserfahrungen werden einbezogen. FM-Connect.com entwickelt dafür einen angemessenen Review-Prozess. So kann früh nachgesteuert werden, wenn sich neue Risiken oder unerwartete Belastungen zeigen. Änderungsmanagement wird damit zu einem geschlossenen Kreislauf von Planung, Umsetzung, Kontrolle und Verbesserung.