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Kontrolle der Maßnahmenumsetzung im PDCA-Zyklus

Facility Management: Arbeitsschutz » Gefährdungen » Kontrolle der Maßnahmenumsetzung

ISO 45001 Teamarbeit

ISO 45001 Teamarbeit

Teammitglieder mit ISO 45001 Sicherheitshelmen in einer Fabrikumgebung.

Der PDCA-Zyklus und die Rolle der Kontrolle

Der PDCA-Zyklus gliedert sich in vier Phasen:

  • Plan: Planung von Maßnahmen basierend auf einer Gefährdungsbeurteilung oder Gefährdungsanzeige.

  • Do: Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

  • Check: Überprüfung, ob die Maßnahmen korrekt und vollständig umgesetzt wurden und ihre Wirksamkeit entfalten.

  • Act: Anpassung oder Optimierung der Maßnahmen auf Basis der Ergebnisse aus der Kontrollphase.

Die Check-Phase bildet dabei die Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung und gewährleistet die Rückkopplung der Ergebnisse in den Prozess.

Die Kontrolle verfolgt zwei Hauptziele:

  • Sicherstellen der Umsetzung: Prüfung, ob alle geplanten Maßnahmen vollständig und wie vorgesehen umgesetzt wurden.

  • Bewertung der Wirksamkeit: Analyse, ob die Maßnahmen die identifizierten Risiken wirksam reduzieren oder eliminieren.

Dokumentenprüfung

  • Maßnahmenpläne: Vergleich zwischen geplanten und tatsächlich umgesetzten Maßnahmen.

  • Berichte und Protokolle: Kontrolle der Dokumentation, z. B. Wartungsberichte, Schulungsnachweise oder Fremdfirmenprotokolle.

  • Zertifikate: Überprüfung von Zertifikaten für technische Anlagen (z. B. TÜV-Prüfungen).

Inspektionen und Audits

  • Regelmäßige Begehungen: Visuelle Inspektionen vor Ort, um die Einhaltung der Maßnahmen zu überprüfen (z. B. Brandschutzmaßnahmen, Zustand von Fluchtwegen, Sicherheitskennzeichnungen).

  • Interne Audits: Systematische Überprüfung der Prozesse durch interne Sicherheitsbeauftragte oder Facility Manager.

  • Externe Audits: Überprüfung durch unabhängige Prüforganisationen, z. B. Berufsgenossenschaften oder Zertifizierungsstellen.

Technische Überwachung

  • Monitoring-Systeme: Einsatz von CAFM-Systemen (Computer Aided Facility Management) zur digitalen Nachverfolgung der Maßnahmenumsetzung.

  • Sensorik: Nutzung von Sensoren, z. B. zur Überwachung von Temperatur, Luftqualität oder Funktionsfähigkeit von Anlagen.

Feedback und Mitarbeiterbefragungen

  • Rückmeldung von Mitarbeitenden: Einholen von Feedback, ob die Maßnahmen praktisch umsetzbar und wirksam sind.

  • Beteiligung von Nutzern: Fragen, ob Sicherheits- oder Komfortverbesserungen spürbar sind.

Typische Kontrollpunkte im Facility Management

  • Technische Anlagen: Prüfung, ob Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt wurden (z. B. Aufzüge, Brandschutzanlagen, Klimaanlagen).

  • Arbeitsplätze: Kontrolle, ob ergonomische Verbesserungen umgesetzt wurden (z. B. höhenverstellbare Tische, Beleuchtung).

  • Gebäudesicherheit: Sicherstellen, dass Sicherheitsmaßnahmen wie Zugangskontrollen, Fluchtwegmarkierungen oder Notbeleuchtungen vorhanden und funktionsfähig sind.

  • Fremdfirmenmanagement: Überprüfung, ob externe Dienstleister Sicherheitsvorgaben einhalten.

Ergebnisse der Kontrolle

  • Nachweise für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und interner Richtlinien zu erbringen.

  • Transparenz zu schaffen, wer für die Maßnahmen verantwortlich war und ob Abweichungen festgestellt wurden.

  • Optimierungspotenzial zu identifizieren und in die nächste PDCA-Runde einzuspeisen.

Mögliche Dokumentationsformen:

  • Prüfprotokolle: Ergebnisse von Begehungen und Audits.

  • Abweichungsberichte: Feststellungen, die von der Planung abweichen, mit Ursachenanalyse.

  • Maßnahmenberichte: Nachweise, dass Korrekturmaßnahmen umgesetzt wurden.

Herausforderungen bei der Kontrolle

  • Komplexität: Große Liegenschaften oder viele technische Anlagen erfordern eine strukturierte Herangehensweise.

  • Zeit- und Ressourcenaufwand: Regelmäßige und detaillierte Kontrollen sind zeitintensiv.

  • Akzeptanzprobleme: Mitarbeitende oder Dienstleister könnten Kontrollen als kritisch empfinden.